08.09.2008
Frage an Karin Hakl

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THEMA: Gesundheit und Sport
08.09.2008
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
S.g. Fr. Abgeordnete!

Seit Jahren kann man sich Ihre (wirtschaftspolitischen Werbe-) Aussagen zur ABSOLUTEN GESUNDHEITLICHEN UNBEDENKLICHKEIT VON MOBILFUNK auf dem Propagandaportal der Österreichischen Mobilfunklobby, dem Verein "Forum Mobilkommunikation - FMK" anhören ("Fürchten Sie sich nicht vor Strahlung (...) WIR (die ÖVP, Anm. TS) haben sämtliche Grenzwerte immer wieder überprüft... [1]).

Sie widersprechen damit nicht nur Ihrem eigenen am 22/04/95 beschlossenen GRUNDSATZPROGRAMM (Punkt 3. Umwelt- und Naturschutz: Das Vorsorgeprinzip verpflichtet uns, uns keinen Techniken zu verschreiben, die wir noch nicht ohne Risiko langfristiger Schäden für Natur und Umwelt beherrschen.) [2], - topaktuell - 522 (!) EU-AbgeordnetenKollegInnen (darunter auch Mitglieder der Volks-Partei!) [3], sondern u.a. auch den (MEDIZINISCHEN) Aussagen der Wiener ÄRZTEKAMMER [4] oder der AUVA [5], um aus einer Vielzahl seriöser Quellen nur 2 (nationale) Beispiele zu nennen!

Sie werden daher (höflichst) gebeten mitzuteilen, bis wann Sie:

1.) Ihre "Online-Mobilfunkwerbung" [6] vom Internet-Portal der Österreichischen Mobilfunklobby entfernen lassen und statt dessen
2.) in Ihrer Politischen Funktion als "Sprecherin für Telekommunikation" der Volks-Partei, das "Volk" darüber aufklären, wie (biologisch unzureichend) die "Ungefährlichkeit von Handystrahlung", nämlich nur 6 MINUTEN [7] AM KUNSTKOPF [8] (Das Messsystem besteht aus einer 2 Millimeter starken Kunststoffschale in Form eines Kopfes, die mit einer speziellen Flüssigkeit gefüllt ist. Mit dieser Flüssigkeit können die elektromagnetischen Eigenschaften des Kopfgewebes SIMULIERT werden.[9]) gemessen wird!

Mit vorzüglicher Hochachtung

Ing. Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers

[1]http://www.fmk.at/media/mp3/mp3207.mp3
[2]http://www.oevp.at/download/000298.pdf
[3]http://tinyurl.com/5jkse8
[4]http://tinyurl.com/6b6t82
[5]http://tinyurl.com/677j9e
[6]http://www.fmk.at/content.php?id=254
[7]http://tinyurl.com/5l2mue
[8]http://tinyurl.com/56nple
[9]http://tinyurl.com/6984s7
16.09.2008
Antwort von Karin Hakl

Karin Hakl
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

Es ist mir ein großes Anliegen, dass über die Auswirkungen von Mobilfunk auf die Menschen und die Umwelt ehrlich und seriös diskutiert und informiert wird, vor allem auch in den Medien. Sie beziehen sich in Ihrer Argumentation auf Ergebnisse von Studien, deren Wahrheitsgehalt inzwischen stark angezweifelt werden kann. So wurde zum Beispiel Prof. Rüdiger vom Rektor der Medizinischen Universität Wien Prof. Schütz aufgefordert, seine unter Fälschungsverdacht stehende Studie zurückzuziehen, was auch den Medienberichte der vergangenen Wochen zu entnehmen war. Gegen einen weiteren Studienautor, Dr. Oberfeld, läuft derzeit ein Verfahren am Landesgericht Salzburg, da seine Studie eine angebliche C-Netz-Station am Wählamt in Hausmannstätten (nahe Graz) als Ursache für ein erhöhtes Krebsaufkommen in der unmittelbaren Umgebung der Station angab, obwohl es dort keine C-Netz-Station gab, wie die Unterlagen der Post belegten.

Wie Sie wissen existiert ein internationales Grenzwerteschutzkonzept, das laufend von Wissenschaftern und Expertenkommissionen überprüft wird. Zuletzt und aktuell (2008) wurden die Grenzwerte im Rahmen des Deutschen Mobilfunkforschungsprogramm - initiiert vom Bundesamt für Strahlenschutz - kritisch überprüft, wobei vom Deutschen Bundesamt festgestellt wurde, dass die derzeit gültigen Grenzwerte nach wissenschaftlichem Kenntnisstand vor gesundheitsschädlichen Auswirkungen des Mobilfunks schützen.

Die ÖVP sieht daher derzeit, unter Berücksichtigung aller Studien und Arbeiten zu diesem Thema, keinen wissenschaftlich haltbaren Zusammenhang zwischen Mobilfunkstrahlung und erhöhtem Gesundheitsrisiko bei den derzeit gültigen Grenzwerten. Wir werden dieses Thema und alle internationalen Studien dazu aber auch weiterhin genau beobachten.

Mir ist jedoch auch sehr wichtig zu betonen, dass die Sorgen der Bevölkerung und die subjektive Angst der Menschen vor Handymasten ernst genommen werden müssen! Es ist die Aufgabe der Politik, Lösungen zum Wohle aller Betroffenen für jeden einzelnen individuellen Fall zu finden.

Ich danke Ihnen für Ihren Beitrag und wünsche Ihnen Alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen
Karin Hakl
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