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| THEMA: Familie | |
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27.08.2010 Frage von |
Sehr geehrte Frau Marek! Ich und meine Frau begrüßen die Einführung des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes sehr. Wir haben bisher in unserem gemeinsamen Leben alles durch Fleiß und harte Arbeit selber erschaffen (Haus, etc.). Da dies aber Fixkosten mit sich bringt, die man monatlich abdecken muss, sind wir bisher beide Vollzeit berufstätig. Durch die Einführung des einkommensabh. KBG haben wir nun die Möglichkeit auch in der Karenzzeit meiner Frau diese Fixkosten zu decken, die mit nur einem Einkommen nicht abzudecken wären. Da wir nun Nachwuchs bekommen (Entbindungstermin ist der März 2011) - über das wir sehr glücklich sind - aber heute in der Kleinen Zeitung (26.08.2010) zu lesen war: "Das einkommensabh. Kindergeld, vor nicht einmal einem Jahr angelaufen, ist umstritten. (www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/2457354/traegt-last-des-sparpakets.story)" möchte ich mich erkundigen, ob es wirklich dazu kommen könnte, dass plötzlich ein Termin z.B. 1.1.2011 genannt wird und ab diesem Zeitraum keine Beantragung eines einkommensabh. KBG mehr möglich ist, oder ob es im Fall des Falles eine gleitenden Übergang gibt (so wie auch bei der Einführung rückwirkend), sodass auch Entbindungen bis z.B. Mitte 2011 in den Genuss eines einkommensabh. KBG kommen würden. In unserem Fall würde sich (grob gerechnet) ein Einkommensverlust von ca. 8000 Euro! ergeben, wenn wir das einkommensabhängigen KBG nicht mehr nehmen könnten, und ich als Vater werde sicherlich nicht, wie angedacht 2 Monate bei meinem Kind in Väter-Karenz gehen können,weil es sich finanziell nicht ausgehen würde, wenn wir ca. 8000 Euro! weniger bekommen würden. In diesem Sinne hoffe ich auf Ihre Initative, die es Vätern ermöglicht auch in Karenz zu gehen. Das einkommensabhängige KBG ist ein Anreiz für österr. Paare Kinder zu bekommen und sollte nicht eingeschränkt werden. Vielleicht können Sie bitte hier ein Statement abgeben,ob meine Ängste unbegründet sind, und ob ich DANKE! sagen soll. Vielen Dank! |
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30.08.2010 Antwort von Christine Marek
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Sehr geehrter Herr Besten Dank für Ihre E-Mail-Nachricht und Ihr darin angeführtes Anliegen betreffend einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld. Österreichs Familien und insbesondere die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind mir ein großes Anliegen. Die Betreuung von Kindern, die zu Hause beziehungsweise von der Familie geleistet wird, hat mit Sicherheit einen unschätzbaren Wert für die Entwicklung des Kindes und für die gesamte Gesellschaft. Es ist aber auch ebenso wichtig, Familien, die nicht die Möglichkeit oder den Wunsch haben, längere Zeit zu Hause die Kinderbetreuung zu übernehmen, optimale Rahmenbedingungen zu bieten. Unser oberste Prämisse ist, Familien bestmöglich zu unterstützen, ihnen gleichzeitig aber auch die Wahlfreiheit zu bieten, sich für jene Betreuungsmöglichkeit zu entscheiden, die ihren Bedürfnissen am meisten nachkommt. Genau aus diesem Grund wurde das Kinderbetreuungsgeld eingeführt und weiterentwickelt - ein familienpolitischer Meilenstein! Mit der im Jahr 2008 eingeführten Wahlmöglichkeit zwischen drei Varianten - 15 plus 3 Monate zu 800 Euro, 20 plus 4 Monate zu 624 Euro und 30 plus 6 Monate zu 436 Euro - haben wir eine wichtige Flexibilisierung erreicht. Die Einführung einer einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldvariante sowie einer zusätzlichen Kurz-Pauschalvariante ist eine familienpolitische Errungenschaft für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Derzeit steht für zahlreiche Familienleistungen ein Budget von 6,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Es ist für mich von besonderer Bedeutung, die nachhaltige Finanzierbarkeit der Familienleistungen sicherzustellen. Dabei habe ich das gesamte Leistungsspektrum im Auge zu behalten. Es wäre falsch, einzelne Leistungen einfach abzuschaffen beziehungsweise diesbezüglichen Spekulationen Vorschuss zu leisten. Daher sind jegliche Interpretationen, beispielsweise in Richtung einer Abschaffung des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes, falsch. Das Wichtigste ist, dass Familien nicht durch Spekulationen verunsichert werden! Herzliche Grüße, Christine Marek Staatssekretärin Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend |
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