10.12.2010
Frage an Josef Pröll

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THEMA: Finanzen
10.12.2010
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter Herr Pröll!

Wie ist die österreichische Schuldenlast strukturiert? Also bei wem (Länder, Banken, Investoren..) ist Österreich in welcher Form (Kredite, Anleihen, bilaterale Geschäfte..) verschuldet? Genaue Zahlen wären interessant.

Außerdem interessiert mich das Ausmaß der tatsächlichen Schuldenlast des österreichischen Staates. Das Hayek Institut beziffert die zusätzliche Verschuldung durch langfristige Verbindlichkeiten staatlicher Unternehmen auf 38,8 Mrd. €. Ist diese Zahl korrekt?

Freundliche Grüße,
Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
20.01.2011
Antwort von Josef Pröll

Josef Pröll
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

vielen Dank für Ihre Anfrage und bitte um Verständnis für die späte Antwort.

Da Sie um konkrete Daten zur Schuldenentwicklung ersuchen, verweise ich sehr gerne auf einige Links, die einen guten Überblick bieten und auch in die Details Einblick geben:
Für Daten zur längerfristigen Entwicklung der Schuldenlast zum Beispiel:https://www.bmf.gv.at/BUDGET...ntliche_Schulden.pdf
Weiters finden Sie detaillierte Informationen auch unter:
https://www.bmf.gv.at/Budget...dgetbericht_2011.pdf
http://www.staatsschuldenau...mt_tcm163-197233.pdf

Die Republik Österreich verschuldet sich gegenüber nationalen und internationalen Investoren. Investoren sind Banken, Zentralbanken, Versicherungen, Pensionskassen, Unternehmen aber auch Privatpersonen (z.B.: Bundesschätze,http://www.bundesschatz.at ). Ca. 92% der Finanzschulden sind fungibel bzw. haben den Charakter von Inhaberpapieren, die jederzeit den Besitzer wechseln können. Ein Großteil der Finanzschuldaufnahmen eines Jahres wird über Bundesanleihen finanziert. Der diesbezügliche Auktionskalender wird veröffentlicht:http://www.oebfa.co.at/d/9/inhalt.htm

http://warumsparen.at wiederum bietet einen ganz grundsätzlichen Zugang zu den Zahlen.

Mit dem Budget 2011 haben wir nunmehr ganz klar den Weg aus der Schuldenfalle eingeschlagen. Zwar sind unsere Schulden auf Grund der Krise zuletzt stark angestiegen, jedoch schaffen wir mit dem alternativlosen Sparkurs die Neuverschuldung drastisch einzudämmen. Von heutigen 4,5% des BIP wird so die neue Verschuldung voraussichtlich bis 2012 unter 3%, bis 2014 unter 2,2% sinken. Daher gilt für uns, den Konsolidierungspfad konsequent umzusetzen, um Wohlstand, Sicherheit und Zukunft künftiger Generationen nachhaltig zu sichern. Mit diesem Weg werden wir gemeinsam aus der Schuldenfalle herauskommen.

Ich hoffe, ich konnte Sie ausreichend informieren und danke Ihnen für Ihr Interesse.

Mit freundlichen Grüßen

Josef Pröll
ÖVP-Bundesparteiobmann
Finanzminister
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