14.02.2012
Frage an Rudolf Hundstorfer

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THEMA: Senioren
14.02.2012
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter Herr Minister!

Ich bin im Jänner 1955 geboren und arbeite seit 1970 ohne Unterbrechung (auch kein Präsenzdienst). Mit dem 60. Lebensjahr habe ich 45 Beitragsjahre erreicht, darf aber nicht in Pernsion gehen, da ich Jahrgang 1955 bin und daher die "Haklerregelung" für mich nicht mehr in Betracht kommt. Was bleibt ist die Korridorpension mit 62 Jahren und einer Arbeitszeit von 47 Jahren. Gehe ich in die Korridorpension werde ich aber nochmal "bestraft", da ich normalerweise bis zum 65. Lebensjahr arbeiten gehen muss (50 Dienstjahre) um meine volle Pension ohne Abschläge in Anspruch nehmen zu können. Sehe ich das richtig?
Finden Sie das gerecht bzw. können Sie mir und vielen anderen erklären, was der Unterschied zwischen einem 1953 und 1955 geborenen Menschen ist.? Warum kann ein 1953 geborener mit 45 Dienstjahren ganz normal in Pension gehen und ich nicht?

Danke im Voraus für die Mühe
MfG Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
09.03.2012
Antwort von Rudolf Hundstorfer

Rudolf Hundstorfer
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

als Jahrgang 1955 sind Sie von der neuen Langzeitversichertenregelung erfasst. Im Rahmen des Budgetbegleitgesetzes 2011 wurde diese gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeitete Neuregelung ab dem Jahr 2014 beschlossen: Für ab 1.1.1954 geborene Männer besteht nun ein Anspruch auf eine Langzeitversichertenpension ab dem vollendeten 62. Lebensjahr, unter der Voraussetzung, dass 540 Monate der Erwerbstätigkeit (wie das Ihren Angaben nach bei Ihnen der Fall ist) gegeben sind.

Es kann aber für diese Pensionsvariante aus budgetären Gründen keine Abschlagsfreiheit mehr gelten. Ich bitte Sie zu bedenken, dass bei allen Änderungen im Pensionsbereich immer auch besonderes Augenmerk auf die finanziellen Auswirkungen zu legen ist. Die budgetäre Situation unserer Pensionsversicherung lässt es nicht zu, eine Pensionsart mit Abschlagsfreiheit zu schaffen, die einen vorgezogenen Pensionsantritt (d.h. bei Männern vor dem Regelpensionsalter von 65 Jahren) ermöglicht.

Ein völlig abschlagsfreier Pensionsantritt kann Ihnen somit erst mit 65 in Aussicht gestellt werden. Wie gesagt, es wird Ihnen aber durch die neue Langzeitversichertenregelung – unter Inkaufnahme eines Abschlages – ein vorgezogener begünstigter Pensionsantritt mit 62 möglich sein, unter der Voraussetzung, dass Sie bis dahin 45 Jahre der Erwerbstätigkeit erworben haben.

Im Sinne des Vertrauensschutzes sind an dieser Langzeitversichertenregelung auch keine Änderungen durch das Stabilitätsgesetz 2012 vorgesehen.

All jene, die weniger als 45 Jahre erwerbstätig waren, können mit 62 Jahren eine Korridorpension beanspruchen, zusätzlich zum normalen Abschlag von 4,2% beträgt bei Inanspruchnahme der Korridorpension der Abschlag 2,1% pro Jahr.

Mit freundlichen Grüßen

Rudolf Hundstorfer
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