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| THEMA: Familie | |
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27.06.2012 Frage von |
Sehr geehrte Frau Heinisch-Hosek Wie stellt sich die Politik unseres Landes vor Kinder und Beruf zu vereinen? Ich, 24 Jahre, Angestellte bei den Öbb im Schichtdienst, habe im Februar diesen Jahres meinen Sohn Paul zu Welt gebracht. Da es mir und meinem Lebensgefährten (ebenfalls angestellt bei den Öbb im Schichtdienst), aus finanziellen Gründen nicht möglich ist eine längere Karenzzeit als 12 Monate in Anspruch zu nehmen, muss ich also ab Februar 2013 wieder arbeiten gehen. Ich habe meinen Sohn bereits im April für zwei Städtischen Kinderkrippen angemeldet, jedoch würde mir gleich gesagt, dass es keine freien Plätze mehr gäbe. Seitdem hänge ich hinterm Telefon und versuche privat einen Betreuungsplatz zu bekommen, sowohl bei privaten Kinderkippen als auch bei Tagesmüttern. Jedoch blieb dies bisher alles ohne Erfolg. Nun zu meiner Frage : Wie stellt sich die Politik vor, dass Jungfamilien ohne Existenzängste zu bekommen, heutzutage überhaupt noch Kinder in die Welt setzen? Sollte für unseren Sohn ab Jänner kein Kinderbetreuungsplatz zur Verfügung stehen, sehe ich mich als arbeitsfähige und -willige Mutter mit aufrechtem Dienstverhältnis gezwungen meine unbefristeten Arbeitsvertrag zu kündigen, welches wohl kaum im Sinne unserer Politik sein kann. |
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28.06.2012 Antwort von Gabriele Heinisch-Hosek
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Sehr geehrte Frau Leider gibt es gerade für die Kleinsten in Österreich noch immer viel zu wenig Betreuungsplätze. Der Bund hat den Ausbau in den letzten Jahren unterstützt, und damit auch einiges bewirkt. Das Angebot hat sich in den letzten Jahren verdoppelt, trotzdem können wir im Moment nur jedem 5. Kind unter 3 Jahren einen Platz anbieten. Deswegen setze ich mich dafür ein, dass hier deutlich mehr Geld als bisher investiert wird. Mit 150 Millionen Euro wäre es möglich, in nur 2 Jahren eine Betreuungsquote von 33% zu erreichen. Ich bin überzeugt, dass man dadurch Familien entlasten und ihnen eine große Sorge nehmen kann. Denn alle Eltern wollen ihre Kinder gut betreut und versorgt wissen. Falls Sie in Wien wohnen, kann ich Ihnen die "Kinderdrehscheibe" empfehlen. Die Stadt Wien hat damit ein Angebot geschaffen, um Betreuungsplätze zu vermitteln. In einigen anderen Bundesländern gibt es ähnliche Angebote. Mit freundlichen Grüßen, Ihre Gabriele Heinisch-Hosek |
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