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| THEMA: Familie | |
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22.10.2012 Frage von |
Sg. Fr.Mag, Fekter! Mit Interesse habe ich im Sonntagskurier vom 21.10.2012 gelesen, dass Sie die Familien entlasten wollen, sogar um 7000€!!! Klingt toll, doch nachdem ich den Artikel gelesen habe, erkannte ich, das Sie nur die Leute entlasten wollen, die ohnehin gut situiert sind. Ich als kranke Alleinererzieherin (wegen MS in Mindestpension) bin eine jener Personen, die Sie in dem Artikel als Empfänger von Transferzahlungen sehen, die sie nicht schon wieder fördern wollen! Naja was bekomme ich an Transferzahlzungen für meine Tochter, sicher keine 7000€. Das Einzige, was mir zugestanden wird, ist der Alleinerzieherabsetzbetrag von 497€ und pro Monat 32€ Kindergeld zur Pension! Ja, ich bekomme noch Wohnbeihilfe-aber das bekommen Menschen ohne Kinder auch,wenn sie wenig Einkommen haben. Also wo bekomme ich Familientransferzahlungen in so einer gigantischen Höhe, weil Sie ja diese Ungerechtigkeit dem Mittelstand gegenüber ausgleichen wollen? Lustigerweise kann der Sohn einer Mittelstandsfamilie arbeiten gehen ,ohne dass sein Geld zum Familieneinkommen dazugerechnet wird, wenn meine Tochter irgendwas erhält (Alimente, Studienbeihilfe) wird das beinhart zu meiner Minirente dazugezählt und dann werden,wenn ich Pech habe, Leistungen gekürzt. WO ist da die Gerechtigkeit? Wann wird endlich mal was für unverschuldet in Armut Lebende getan? Schließlich erziehe ich auch eine zukünftige Steuerzahlerin, die jetzt gerade mit dem Studium anfängt und die damit eine Leistungsträgerin wird! Mfg |
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29.10.2012 Antwort von Maria Fekter
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Sehr geehrte Frau Vielen Dank für Ihre Anfrage vom 23. Oktober 2012 an Frau Finanzministerin Dr. Maria Fekter zum Thema Familie. Das Bundesministerium für Finanzen ist stets bestrebt ein offenes Ohr für die Meinung der Bürgerinnen und Bürger zu haben und sie bei ihren Anliegen bestmöglich zu unterstützen. Wie Ihren persönlichen und doch sachlichen Ausführungen zu entnehmen ist, scheuen Sie – trotz Krankheit und finanziell begrenzter Mittel – keine Anstrengungen um Ihrer Tochter eine sichere Zukunft zu ermöglichen. Ihr Durchhaltevermögen, Ihr starker Wille und Ihr Engagement sind unter den gegebenen Umständen besonders anerkennenswert. Die Bundesregierung hat in den vergangenen Jahren konsequent daran gearbeitet, gerechte und soziale Rahmenbedingungen in unserem Land zu schaffen. Wir wollen – im Sinne sozialer Gerechtigkeit – den Sozialstaat ausbauen und durch geeignete Maßnahmen vor allem jenen helfen, die Hilfe dringend brauchen. Weil soziale Sicherheit oberste Priorität hat, wird bereits jetzt ein beträchtlicher Teil für soziale Wohlfahrt, Wohnungsbau und Gesundheit aufgewendet. Solidarität darf jedoch keine Einbahnstraße sein. Denn vergessen wir nicht, ohne die Leistungsbereitschaft der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler wäre unser ganzer Sozialstaat unfinanzierbar und unser allgemeiner Wohlstand gefährdet. Aus diesem Grund sind Finanzministerin Fekter die Beseitigung von Problemen und Schieflagen sowie die Schaffung von Leistungsgerechtigkeit und Transparenz im Steuersystem zentrale Anliegen. Ich darf an dieser Stelle allerdings anmerken, dass die vorgeschlagene Optimierung des Steuersystems eine Frage der Steuerpolitik ist und in keinem Zusammenhang mit Fragen der Transfergeldpolitik steht. Ich empfehle Ihnen sich bezüglich dieses Themenbereichs und auch betreffend Pensionen an das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz in 1010 Wien, Stubenring 1 (Telefon: +43 (1) 711 00 – 0, E-Mail: post@bmask.gv.at) oder an das zuständige Sozialreferat der Landesregierung Ihres Bundeslandes zu wenden. Abschließend versichere ich Ihnen, dass wir bei allen Maßnahmen, so schwierig sie auch sind, stets das Wohle der österreichischen Bevölkerung im Auge haben. Denn wir sind uns der großen Verantwortung bewusst und arbeiten auch weiterhin mit ganzer Kraft für Österreich und die Menschen in unserem Land. Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Informationen behilflich sein und wünsche Ihnen für die Zukunft Kraft, Zuversicht und alles Gute. Mit freundlichen Grüßen, Mag. Susanne Thier BMF Kommunikation |
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