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Es sind 2 Fragen vorhanden:

THEMA: Land- und Forstwirtschaft
28.08.2013
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter herr waltz!
Vorweg:Ich bewundere sie als biobaue,r den schritt in die politik gewagt zu haben- wir fassen ins auge diesmal grün zu wählen
Andererseits sind sie als biobauer mit harter arbeit überhäuft und meine frau und ich fragen uns deshalb, wie sie trotz solcher beschwernis zeit finden, in politischen gremien aufzutreten. und dann auch noch unsere (vielleicht dummen) Fragen beantworten müssen. (Ich nehme dabei an, dass sie vollerwerbsbauer sind und weder knechte noch mägde beschäftigen).
Wie ist ihr tagesablauf? Wie kommen wir weg von der konventionellen landwirtschaft (pestizide, schweinefabriken etc.? was sagen sie zum verbot der neonicotinoide? Sind sie wirklich bienengefährlich?

Besten dank für ihre antwort im voraus und viel erfolg im september

dr. Vorname des Fragestellerslehner
29.08.2013
Antwort von Thomas Waitz

Thomas Waitz
Geschätzter Vorname des Fragestellers

Wir sind Vollerwerbsbauern, meine Frau züchtet Krainer Steinschafe, ich betreibe vorwiegend Holzwirtschaft und Imkerei.

Die Direktvermarktung unserer Waren funktioniert gut, auch im Holzbereich durch eine sehr enge Zusammenarbeit mit einem Kleinsägewerk in der Nachbarschaft.

Etwa 20 Stunden pro Woche arbeite ich ehrenamtlich als Grüner oder Unabhängiger.

Dafür engagiere ich mich sonst in keinen Vereinen, opfere meine Freizeit und manchmal auch etwas Geld.

Ich habe drei Kinder und bin der Meinung dass auch diese und deren Kinder das Recht auf einen bewohnbaren Planeten haben.

In diesem Sinne bin ich eben bei den Grünen gelandet.

Wie kommen wir zu 100 % Biolandbau?
Nun, ich denke mit vernünftigen Argumenten, durchaus auch mit ökonomischen wie das es mittel und langfristig Sinn macht fruchtbare und gesunde Böden sowie eine saubere und lebendige Umwelt zu erhalten. Schließlich werden die Menschen mehr auf diesem Planeten, die fruchtbaren Böden aber weniger.
Das hat zum bespiel auch schon die deutsche Bundeswehr verstanden und sich deutlich für eine Ökologisierung der Landwirtschaft ausgesprochen.

Natürlich gibt es da Widerstände der Agrarindustrie die es zu überwinden gilt.
Und natürlich über Aufklärung und Bildung in den Schulen zu Gesundheit- Umwelt- Ernährung.

Das wird auch unsere Krankenkassen entlasten.

Noch ein Wort zu den Bienen: Das Bienensterben hat viele Ursachen, eine davon sind die Neonics, andere die Varoamilbe bzw. die fehlende Vielfalt in der Landschaft.

Das eigentliche Ziel der Beizung ist das Bodenleben. Und da wirkt sie auch, bis zum Regenwurm hinauf ist alles tot oder geschädigt was im Boden lebt.

Noch dazu löst die Beizung das Problem nicht, durch die Jahrzehnte lange Monokultur ist der Käferdruck so groß das die erwachsenen Bestände im Moment noch mal mit Biscaya (Neonic aber minder Bienengiftig)gespritzt werden.

Selbst Kammerexperten sagen dass an einer vernünftigen Fruchtfolge kein Weg vorbei führt.

Vielen Dank für ihre Unterstützung,

freundliche Grüße

Thomas Waitz
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THEMA: Land- und Forstwirtschaft
06.05.2009
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter Herr Waltz,

Hat sich für Sie als Biobauer, oder generell für die Bauern Österreichs, seit dem EU Beitritt Ihrer Ansicht nach viel verändert, schließlich werden die Bauern von der EU großzügig unterstützt (Landwirtschaft macht glaube ich den größten Teil des gesamten EU Budgets aus) oder sind die österreichischen Bauern stärker unter Druck durch die Konkurrenz aus dem Osten? Was würden Sie als EU-Parlamentarier tun um die Situation der Bauern zu verbessern?

Vielen Dank
Mit freundlichen Grüßen
Nadina Vorname des Fragestellers


  Antwort von Thomas Waitz ist noch ausständig
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