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Thema: Familie

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Es sind 2 Fragen vorhanden:

THEMA: Familie
03.05.2009
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Unter dem Vorwand der angeblichen Diskriminierung wird immer wieder - auch auf Europäischer Ebene - für eine Gleichberechtigung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften eingetreten (obwohl es eindeutige physiologische Unterschiede gibt).

Treten sie für Gleichgeschlechtliche Partnerschaften ein?
Wenn ja, gleichberechtigt zur Ehe in allen Belangen?
Wie sehen sie die Frage Adoption in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften?
12.05.2009
Antwort von Othmar Karas

Othmar Karas
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

Ich bin persönlich der Überzeugung, dass das Institut der Ehe, wie wir es in Österreich kennen, einer Beziehung zwischen Frau und Mann vorbehalten sein soll. Dies ergibt sich für mich nicht nur aus der gesellschafts- und familienpolitischen Funktion der Ehe, sondern vor allem auch aus meiner christlichen Überzeugung.

Die Regelung familienrechtlicher Verhältnisse ist und bleibt die Aufgabe der einzelnen Nationalstaaten. Hier hat die EU keine Kompetenz, regulierend einzugreifen. Wenn sich nun einzelne Staaten für Gesellschaftsmodelle entscheiden, in denen das staatliche Institut der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften gewährt wird, dann ist das deren Sache. Es ist auch eine Tatsache, vor der man seine Augen nicht verschließen darf, dass heute Menschen in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften leben und das Bedürfnis haben, dass für ihre Lebenssituation Rechtssicherheit geschaffen wird. Ich kann mir eine solche Regelung vorstellen, die gleichgeschlechtlichen Paaren einen rechtlich gesicherten Rahmen gibt - jedoch mit einer klaren Abgrenzung zum Institut der Ehe und dem Adoptionsrecht. Diese Entscheidungen müssen aber wie gesagt auf nationaler Ebene fallen.

Auch die EVP-Fraktion als größte Fraktion des Europäischen Parlaments wird in Zukunft wie bisher mit aller Entschlossenheit für den Schutz von Ehe und Familie kämpfen.

Mit freundlichen Grüßen

Othmar Karas
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THEMA: Familie
05.04.2009
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter Herr Abgeordneter,

wie sieht es derzeit in der EU mit dem Thema "Familie" aus?
Muss man bald befürchten, als normale Familie diskriminiert zu werden?
Was sagen Sie zum Thema Abtreibung?
Wird auf EU-Ebene ernsthaft etwas für die Anhebung der Geburtenrate europäisch-autochthoner Menschen (das heißt ja nicht, dass ich deswegen andere diskriminieren muss?) getan?

Ist es Leitlinie der EU, dass man Abertausende an Euros in Krabbelstuben und Kindergärten steckt, anstatt dieses Geld (das man sich ja von den Familien holt) gleich den Familien selbst zu geben?

Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar!

Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
11.05.2009
Antwort von Othmar Karas

Othmar Karas
Sehr geehrte Frau Vorname des Fragestellers,

Vielen Dank für Ihr E-Mail. Es ist immer erfreulich, wenn sich Menschen die Zeit nehmen, sich über die Probleme unserer Gesellschaft, unseres Landes und Europas Gedanken zu machen. Damit helfen Sie der Politik Wege zu erkennen und Missstände zu beheben. In diesem Punkt kann ich Sie gleich vorweg beruhigen: Es liegt der EU fern die traditionelle Familie zu diskriminieren. Familienpolitik ist nationale Angelegenheit, in der die EU keine Kompetenz hat. Und in Österreich ist die ÖVP die einzige wahre Familienpartei und zudem die einzige politische Kraft, die gewichtig genug ist, ihre auf dem christlichen Menschenbild beruhende Familienpolitik auch politisch durchzusetzen.

Ich darf in diesem Zusammenhang daran erinnern, dass die Volkspartei durchsetzen konnte, dass Mehrkindfamilien stärker unterstützt werden - durch die Geschwisterstaffel in der Familienbeihilfe sowie den Mehrkindzuschlag.

Neben einer Tarifsenkung für alle, die Steuern zahlen, setzen wir mit dem 15. Gehalt für Familien, das sich aus der Summe der Entlastungen für Familien ergibt, einen spürbaren Schwerpunkt für Familien mit Kindern. Damit hat die ÖVP ein ausgewogenes Paket für Familien auf Schiene gebracht und macht einmal mehr klar: Wir sind die Familienpartei in diesem Land. Nicht zuletzt ist die Entlastung auch ein wichtiger Beitrag zur Bewältigung der Krise. Wir helfen den Familien damit direkt und stärken so die Kaufkraft. Das unterstützt die Familien in ihren realen Lebenssituationen. Und das ist uns wichtig.

Österreich ist europaweit an der Spitze, wenn es um Familienförderungen geht: Diese konstante Stärkung der Familien ist ein alleiniges Projekt der ÖVP, weil es uns ein Anliegen ist, dass Familien nicht zum Auslaufmodell abgestempelt werden, sondern mit ein Zukunftsmodell bleiben.


Mit freundlichen Grüßen

Othmar Karas
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