Geben Sie hier einfach Ihren Namen und E-Mail Adresse an, um benachrichtigt zu werden, sobald eine Antwort zur Frage vorliegt:


Mit folgendem Link können Sie die Frage/Antwort direkt aufrufen:
Es sind 70 Fragen vorhanden:

Seiten (24): [1] 2 3 4 nächste » ... letzte »
THEMA: Senioren
30.08.2016
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter Herr Bundesminister!

Ich habe neben meiner Tätigkeit als pragmatisierter oö. Landeslehrer (seit 2011 bin ich als solcher pensioniert) in einigen Jahren (2000 ff) als Vertragslehrer stundenweise zusätzlich auf Bundesschulen (HBLW, HTL) unterrichtet. Dort war ich ASVG versichert und es wurden Pensionsbeiträge abgeführt, ich habe aber keinen eigenen Pensionsanspruch erworben. Meine Frage an sie lautet daher: Was geschieht mit meinen Pensionsbeiträgen? Kann ich mir diese auszahlen (erstatten) lassen oder kann ich sie mir an meine pensionsauszahlende Stelle überweisen lassen, damit sich meine derzeitige Pension als Landeslehrer leicht erhöht?
Mit bestem Dank im Voraus und schönen Grüßen,
Vorname des Fragestellers Perr
21.09.2016
Antwort von Alois Stöger

Alois Stöger
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

zunächst darf ich Ihnen bestätigen, dass Sie auf Grund Ihrer neben dem pragmatisierten Lehrerdienstverhältnis ausgeübten Tätigkeit als Vertragslehrer zusätzlich zur beamtenruhegenussrechtlichen Absicherung auch in die gesetzliche Pensionsversicherung nach dem ASVG einzubeziehen waren.

Da es sich bei der Beamtenruhegenussversorgung und dem System der gesetzlichen Pensionsversicherung um zwei völlig voneinander getrennte Systeme mit unterschiedlichen Regelungen hinsichtlich der Leistungsbeanspruchung bzw. der Leistungsberechnung handelt, können allerdings Ihre während dem Beamtendienstverhältnis parallel im ASVG erworbenen Zeiten bei Ihrem Beamtenruhegenuss nicht berücksichtigt werden. Eine Verzahnung dieser beiden Systeme ist nicht gegeben und es besteht daher keine „systemübergreifende“ Möglichkeit einer Erhöhung eines Beamtenruhegenusses auf Grund einer zusätzlichen ASVG-Pensionsversicherung.

Es kommt aber durchaus in Betracht, dass neben der „Beamtenpension“ auch ein Pensionsanspruch aus der gesetzlichen Pensionsversicherung lukriert wird. Das ist dann der Fall, wenn auch die gesetzlich geforderten Anspruchsvoraussetzungen (Wartezeit) für eine Pension aus der gesetzlichen Pensionsversicherung erfüllt werden. Zur Abklärung der Realisierbarkeit einer ASVG-Pension darf ich Ihnen eine Kontaktaufnahme mit der Pensionsversicherungsanstalt empfehlen, die Sie gegebenenfalls auch über die Möglichkeit der Weiterversicherung im ASVG informieren wird.

Letztlich muss ich noch die Frage nach einer Erstattungsmöglichkeit der in der gesetzlichen Pensionsversicherung geleisteten Beiträge verneinen, da in der Sozialversicherung eine Rückerstattung von Sozialversicherungsbeiträgen, die rechtens, also auf Grund einer gesetzlichen Verpflichtung bzw. Berechtigung entrichtet wurden, von Gesetzes wegen nicht vorgesehen ist. Diese Regelung findet ihre Erklärung darin, dass die Sozialversicherung eine Art Riskengemeinschaft von Angehörigen desselben Berufsstandes ist, die die Absicherung des Einzelnen übernimmt. Über den individuellen Interessen stehen die Gemeinschaftsinteressen, der in dieser Solidaritätsgemeinschaft zusammengeschlossenen Personen. Streng genommen stehen die Beiträge auch gar nicht mehr zur Verfügung, da die Finanzierung der Pensionsversicherung im Wege des Umlageverfahrens erfolgt. Ausnahmen gibt es nur in den speziellen Fällen der "Beamtenkarenz" und beim Einkauf von Schul- bzw. Studienzeiten, wenn diese nicht anspruchs- bzw. leistungswirksam sind.

Es ist mir klar, dass Sie diese Antwort nicht zufriedenstellen wird. Es wird aus Fällen wie diesen offensichtlich, dass nur ein für alle Gruppen einheitliches Pensionssystem am Ende des Tages auch ein gerechtes ist, weswegen ich froh bin, dass die Harmonisierung der Pensionssysteme mittlerweile weit fortgeschritten ist, um viele Ungerechtigkeiten auf Dauer zu beseitigen.

Mit freundlichen Grüßen
Alois Stöger
Drucken   E-Mail   Link
Facebook   Twitter
lesenswert (2) Empfehlungen
THEMA: Internationales und EU
16.08.2016
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter Herr Stöger,
ich danke Ihnen sehr für Ihre informative Antwort.
Aber ich habe gelesen das man vor ca. 6 Jahren schon geschrieben hat das man sich sehr um ein übereinkommen für das Work and Travel mit Kanada bemühen würde.
Können Sie mir bitte mitteilen, wann es ungefähr endlich zu einer Einigung für das WHP mit Kanada kommen wird? Wird es ein Jahr oder noch fünf weitere Jahre dauern bis es endlich so weit sein wird?


Mit freundlichen Grüßen

Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
08.09.2016
Antwort von Alois Stöger

Alois Stöger
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

da die Republik Österreich hier natürlich nicht alleine maßgeblich ist, sondern der Zeitrahmen auch von Vertragspartner Kanada abhängig ist, kann ich diese Frage derzeit guten Gewissens nicht beantworten. Ich darf Sie aber informieren, dass uns über den Sommer wieder einige Verhandlungsfortschritte gelungen sind.

Mit besten Grüßen
Alois Stöger
Drucken   E-Mail   Link
Facebook   Twitter
lesenswert (1) Empfehlung
THEMA: Soziales
12.08.2016
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Der Verein für Konsumenteninformation steht in 100%igem Eigentum der Arbeiterkammer. Wodurch erklärt sich die Erhöhung der Subvention für den VKI von € 1,97 Mio in 2014 auf nunmehr €3,77 Mio (!) in 2015 und was hat das mit dem "Sozial-Budget" , also einer sozialen Förderung, zu tun?
01.09.2016
Antwort von Alois Stöger

Alois Stöger
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

der VKI wurde in den 1960ern als Sozialpartnerverein gegründet (zuerst Arbeiterkammer, dann Wirtschaftskammer, Landwirtschaftskammer und der Österreichische Gewerkschaftsbund). Der Bund war immer außerordentliches Mitglied. Durch den Austritt der drei anderen Mitglieder wird die AK ab 1.1.2017 alleiniges Mitglied sein, der VKI dadurch aber nichts an seiner Unabhängigkeit einbüßen, da er auch dort aktiv wird, wo für die Arbeiterkammer Interessenskollisionen bestehen.

Eine Markenstudie in Österreich durch Marktagent hat ergeben, dass der VKI in Sachen Kundenorientierung, Glaubwürdigkeit und Vertrauen absolute Spitzenwerte erzielt. Ich bin mir sicher, der VKI wird dieses Vertrauen auch in Zukunft wahren.

Zu den Zahlen: Die Mittel, die der Bund für den VKI zur Verfügung stellt, enthalten einerseits Förderungen, andererseits Werkvertragsentgelte, die eine unmittelbare Gegenleistung voraussetzen (zB Entgelt für den Werkvertrag über Klagen gegen unzulässige Allgemeine Geschäftsbedingungen oder andere Klagen gegen Unternehmen). Die Höhe der Leistungen aus den Werkverträgen variiert je nach dem, welche Leistungen gegenüber dem Bund erbracht werden müssen. Die Höhe der Förderung des Bundes hat sich seit dem Jahr 1995 nicht erhöht und lag mit Ausnahme eines Jahres immer bei 1,6 Mio €.

Einerseits durch den Austritt der meisten der Sozialpartner, andererseits aber auch durch vermehrte Aufgaben (siehe zB. Liberalisierung einiger Dienstleistungszweige, Sammelaktionen und -klagen) haben sich – trotz Einsparungsmaßnahmen – insbesondere die Lohnkosten in den letzten Jahren deutlich erhöht, so dass dringlicher Finanzbedarf gegeben war. Der Bund hat daher im Jahr 2015 und 2016 eine Mio. Euro zusätzlich als Förderung gegeben (ausbezahlt Ende 2015).

Mit freundlichen Grüßen
Alois Stöger
Drucken   E-Mail   Link
Facebook   Twitter
lesenswert (1) Empfehlung
Seiten (24): [1] 2 3 4 nächste » ... letzte »