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THEMA: Internationales und EU
22.07.2016
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrte Frau Mag. Korun,

Sie haben gestern im Zib2 die Aussagen von Herrn Sebastian Kurz kritisiert, der ganz klar und richtig zur Aussprache gebracht hat, dass Menschen, die die Politik anderer Länder nach Österreich (in diesem Fall Türkei) bringen, sich aktiv in diesen Ländern einbringen können.
Welche Konsequenzen bräuchte es aus Ihrer Sicht, um diesen Menschen zu kommunizieren, dass Ausschreitungen Inakzeptabel sind (Rechtliche,...)
Vertreten Sie die Meinung, dass Integration vor allem eine Bringschuld des Staates ist oder müssten die Menschen mit Migrationshintergrund auch von sich aus mehr machen, um sich zu integrieren? Sehen Sie diese Menschen Opferrolle und der österreichische Staat ist böse bzw. bietet zuwenig?
Überrascht es Sie, dass Menschen zur FPÖ gehen, nachdem diese die Ausschreitungen in Wien mitbekommen haben?

Mit freundlichen Grüßen!
Mag. (FH) Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
28.07.2016
Antwort von Alev Korun

Alev Korun
Sehr geehrter Herr Mag. (FH) Vorname des Fragestellers!

Ich halte, vermutlich eben so wie Sie, nichts von der Vermischung von Religion und Politik. Das ist genau die politische Instrumentalisierung, die durchkreuzt gehört.

Ich fürchte, dass es in Bezug auf meine Kritik an Bundesminister Kurz Aussage ein Missverständnis gab: Ich habe die Pro-Erdogan Demonstrationen von Anfang an klar kritisiert. Dass man zwar das demokratische Recht auf Meinungsfreiheit in Anspruch nimmt, und dann damit einem Regime huldigt, dass ebendiese Rechte massiv verletzt, ist inakzeptabel. Anbei auch meine Presseaussendung dazu: https://www.gruene.at/ots/ko...ebung-in-wien-scharf

Was von der ZIB 2 leider nicht ausgesendet wurde war, dass ich auch klarstellte, dass unsere Gesetze für alle gelten, und alle Menschen, unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft, haben sich daran zu halten. Wer gegen Minderheiten hetzt oder oder diese sogar tätlich angreift, der wird strafrechtlich belangt und das ist auch gut so. Das gilt es unmissverständlich klarzumachen.

Die Aussage von Bundesminister Kurz, in der er Menschen über die Medien auffordert, das Land zu verlassen, ist jedoch nicht die Lösung. Sie ist auch wenig produktiv, da die Aussage keine rechtlichen Folgen haben wird. Denn der österreichische Staat kann Personen deshalb nicht die österreichische Staatsbürgerschaft aberkennen. Daher halte ich von dieser rein symbolischen Aussage "geht halt weg" nicht viel, da sie nichts bewirkt und eher die Haltung "wir" gegen "sie" verstärkt.

Die Grenze verläuft in unserer Demokratie zwischen Demokraten und Nicht-Demokraten, egal welchen Pass oder welche Wurzeln sie haben. Es geht auch nicht pauschal um TürkInnen - die Mehrheit der Türkischstämmigen sind bei diesen Demonstrationen eben nicht auf die Straße gegangen (denn in Österreich leben rund 300.000 türkischstämmige Personen). Es ist eine Minderheit, die für Erdogan demonstriert - und diese sollte man auch ganz klar ansprechen und kritisieren. Es bringt in der Sache aber nicht, Türkeistämmige in Aussagen in einen Topf zu werfen, da es auch viele darunter gibt, die Erdogans Politik ablehnen.

Mit freundlichen Grüßen!
Alev Korun
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THEMA: Asyl und Integration
17.12.2015
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrte Frau Korun,
ich habe seit einem Jahr den Daueraufenthalt EU und möchte mich nun über die Staatsbürgerschaft informieren. Ich lebe momentan mit meinen Eltern und studiere seit einem Semester Rechtswissenschaften.
Meine Frage lautet, ob man als Student auch ein Einkommen haben muss, um Staatsbürgerschaft zu erlangen und welche Voraussetzungen es gibt - sprich wie lange muss man schon im Besitz der Daueraufenthaltskarte EU sein?

Ich würde mich auf Ihre Antwort sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
  Antwort von Alev Korun ist noch ausständig
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THEMA: Asyl und Integration
30.11.2015
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Hallo guten tag ich habe einen frage ich habe daueraufenthalt eg 5 jahre und ich will antrag stellen zum verlangen aber seit drei jahre ich bin arbeitslosen ich habe zwischen kurzfristig gearbeitet aber night länger und ich beziehe wohnbeihilfe und mindestsicherung set zwei jahren ist das meine dauerauffenthalt eg verlengerung ist moglich funf jahre oder als ein jahre kann verlangeren ich habe frau und ein kind mein kind in ostereich geboren bitte antworten sie mir
02.12.2015
Antwort von Alev Korun

Alev Korun
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

Die Karte über den Daueraufenthalt ist zwar mit Befristung ausgestellt, gilt aber grundsätzlich (außer unter ganz bestimmten Bedingungen, wie rechtskräftiger Verurteilung) unbefristet.
Ich würde Ihnen empfehlen, sich diesbezüglich noch beim Beratungszentrum für MigrantInnen zu erkundigen, die auf Niederlassungsfragen spezialisiert sind.
Sie können sich ihren konkreten Fall ansehen und Ihnen sagen, ob Sie noch etwas vorlegen müssten für die Verlängerung.

Beratungszentrum für MigrantInnen:
Marc-Aurel-Straße 2a/6/2 10
1010 Wien
Telefon: +43 1 9823308-0
E-Mail: migrant@migrant.at
Internet:http://www.migrant.at

Mit freundlichen Grüßen
im Auftrag

Mag. a DILARA AKSOY
Büro NRAbg. Mag. Alev Korun,
Menschenrechte.Migration.Integration
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